100 Billionen gegen die Bazillen

Immunsystem, Selbstheilung – und was unsere Zellen damit zu tun haben

100 Billionen gegen die Bazillen

Immunsystem, Selbstheilung – und was unsere Zellen damit zu tun haben

Was ist Selbstheilung?

Im Körper regenerieren sich geschätzt über 30 Millionen Zellen pro Minute: Alte Zellen sterben ab und werden durch neue ersetzt. Am schnellsten passiert das in der Nasenschleimhaut, die etwa alle zwei Wochen komplett ausgewechselt wird, auch der Darm ist in etwa einem Monat recht schnell generalsaniert. Am längsten brauchen die harten Knochen, aber selbst diese währen nicht ewig, sondern erneuern sich auf Zellebene laufend selbst.
Diese Prozesse laufen im gesunden Organismus ab, sind aber auch dann am Werk, wenn wir krank sind oder Schmerzen haben: Von der Infektbekämpfung über die Wundheilung bis zum Zusammenwachsen gebrochener Knochen hat jeder Heilungsprozess sein Fundament in Mikroreparaturen auf zellulärer Ebene.
Heilung ist also immer (auch) Selbstheilung: Antibiotika töten schädliche Bakterien ab, ein Gips hält den Knochen in der richtigen Position – aber dass das entzündete Gewebe verschwindet, dass die Knochen wieder zusammenwachsen, dafür sorgt der Körper selbst. Medikation und andere Einflüsse von außen können dabei höchstens unterstützen.

Die Vorstellung vom Körper als einer Maschine, deren Organ-Bauteile zuerst neu glänzen und irgendwann so verschleißen, dass sie ausgetauscht werden müssen oder ganz versagen ist also höchstens halb richtig. Sie suggeriert, dass nur Fremdeinwirkung den Körper am Laufen halten kann – indem man ihn permanent schmiert und poliert, um bei der Metapher zu bleiben.
Passender ist es, sich den Körper – seine etlichen Billionen Zellen und auf oder in ihm wohnenden Mikroorganismen – als ein Ökosystem vorzustellen, in dem es wimmelt wie in einem Korallenriff: Hier wächst eine Struktur, dort tummelt sich ein Schwarm, überall vergehen und entstehen einzelne Bestandteile, während das Gesamtsystem erhalten bleibt. Wie auch in einem Ökosystem braucht es gesunde und starke einzelne Zellen, damit das große Ganze bestehen kann. Denn erst wenn eine bestimmte Menge davon ganz ausfällt, kann sich der Körper nicht mehr selbst helfen. Er ist daher weitaus widerstandsfähiger und krisenfester als eine Maschine, bei der mitunter ein winziges Staubkorn das ganze System lahmlegen kann.

 

 

(Als kleine visuelle Ergänzung möchten wir dieses Kleinod mit euch teilen – Harvard nimmt uns hier mit auf eine Reise durch den Mikrokosmos der Zellen.)

(Als kleine visuelle Ergänzung möchten wir dieses Kleinod mit euch teilen – Harvard nimmt uns hier mit auf eine Reise durch den Mikrokosmos der Zellen.)

Die Zellprozesse bei der Immunantwort

Wenn ein „Staubkorn“ in Form eines Krankheitserregers ins System Körper dringt, muss man den Organismus in der Regel noch sehr lange nicht „aufschrauben“, um eine fatale Blockade zu verhindern. Sein Immunsystem hat eigene Mittel und Wege, dem Eindringling zu begegnen. Meist denkt man hier an die Antikörper, die von den weißen Blutzellen gebildet werden und gezielt auf bestimmte Viren reagieren.
Diese spezifische, oder adaptive Immunreaktion ist aber nur eine Seite der Medaille: Ein mindestens ebenso wichtiger Mechanismus ist die unspezifische Abwehr. Dazu zählt alles, was Erreger draußen hält, ohne auf ihre jeweils spezifische Struktur zu reagieren. Das beginnt bereits bei der Haut und den Schleimhäuten selbst, sowie den Mikroorganismen, die sich darauf tummeln und das Wachstum körperfremder Bakterien behindern.
Auf Zellebene läuft die unspezifische Immunabwehr ganz schön brachial ab, wie an den Namen der beteiligten Zellen anschaulich wird: „Fress-“ und „natürliche Killerzellen“ nehmen Krankheitserreger in sich auf oder töten sie ab. Dieser Teil des Immunsystems ist evolutionsbiologisch älter – selbst einfachste Organismen verfügen darüber.
Auch Pflanzen bilden überhaupt keine erregerspezifischen Antikörper, sondern verlassen sich ganz auf die grobschlächtigere Methode der „angeborenen“ Abwehr. Sobald ein Erreger erkannt wird, lässt die Pflanze eine ganze Reihe von Stoffen auf ihn los, zum Beispiel Stickstoffmonoxid – unser Arzt vergleicht dies ziemlich martialisch mit einem „Giftgasangriff“. Die gewaltsame Metapher ist nicht unangebracht, wenn man bedenkt, dass von dieser großflächigen Immunreaktion auch körpereigene Zellen getroffen werden. Bei Pflanzen fällt daher auch mal ein ganzer befallener Zweig ab, beim Menschen zeigt sich das als Schleim oder Eiter, der zu einem großen Teil aus den Abfällen abgestorbener Zellen besteht.

Kräftige, gut arbeitende Zellen sind auf allen Ebenen zentral für eine gelingende Selbstheilung, bzw. dafür, dass es erst gar nicht erst zu einem Krankheitsausbruch kommt: Die für die Immunantwort wichtigen Akteure können ihren Job schnell und richtig machen, das Organgewebe ist stark genug, um möglichst wenig Schaden zu nehmen, und auch dem restlichen Organismus bleibt genug Energie für alles jenseits der Krankheitsabwehr.
Zentral für gesunde Zellen und damit auch für ein gesundes Immunsystem ist einerseits, dass die Zellen durch eine ausgewogene Ernährung und ganzheitliche Nährstoffzufuhr das „Futter“ bekommen, das sie zum einwandfreien Funktionieren brauchen. Andererseits zählt Entspannung: In Pausen „räumt der Körper auf“ und kann sich auf alles von außen Kommende vorbereiten.
Außerdem hilft alles, was den Organismus in Bewegung bringt: Sport, Spaziergänge, aber auch Saunabesuche oder verschiedene Atem-, Summ- und Stimmübungen. Letztere sind darauf angelegt, den Körper in Resonanz und damit den gesamten Organismus in Schwingung zu versetzen. Durch diese Aktivierung wird die Durchblutung angeregt und die verschiedenen Körperpartien miteinander verbunden. Dies sorgt nicht zuletzt für einen „Informationsaustausch“ im System und damit dafür, dass die wundersamen, eigenen Kräfte des Körpers an der richtigen Stelle wirksam werden. Kurz gesagt: Gut essen und INJU trinken, entspannen, bewegen und singen – das alles macht die Zellen froh!

Vielen Dank an Kim Schimmler, den Arzt unseres Vertrauens, für die Unterstützung mit medizinischem Hintergrundwissen bei der Entstehung dieses Textes!

Die europäischen Lebensmittel-Gesetze verbieten uns leider, genauer zu erläutern, wie unsere “Natural Cell Tonics” zu Zellgesundheit beitragen. So müssen wir uns damit begnügen, zu erklären, warum gesunde Zellen so wichtig sind, und ermutigen Euch hiermit, liebevoll für Eure Zellen zu sorgen.

Zur Lebendigkeit

 

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